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GN-Online.de vom 16.02.2010

Ring-Center-Nutzer rücken zusammen

Außenauftritt und Werbung werden gebündelt – Regelungsbedarf für Parkflächen

Die Nutzer des Nordhorner Rawe-Ring-Center wollen ihre Werbeaktivitäten bündeln und nach außen künftig gemeinsam auftreten. Dazu haben sie eine „Interessengemeinschaft Werbung“ gegründet. Verstärkt will diese Interessengemeinschaft das Ring-Center auch in Nordhorner Großveranstaltungen wie den Holschenmarkt einbinden. Die Parkplätze am Ring-Center sollen kostenfrei bleiben, für Fußgänger und Radfahrer werden aber Verbesserungen angestrebt.

rm Nordhorn. Das von der Bocholter Ten-Brinke-Gruppe errichtete und zunächst auch betriebene Ring-Center war vor mehr als einem Jahr an die Düsseldorfer Hahn-Immobiliengruppe verkauft worden (die GN berichteten). Die hat nun für das Einkaufszentrum einen hauptamtlichen Center-Manager eingesetzt. Frank Eckert soll im Auftrag der Eigentümer die komplette Objektbetreuung nach innen und außen übernehmen.
Eckert ist seit 1985 als Manager von großen Einkaufszentren tätig und hat unter anderem Center in Bad Oeynhausen, Nürnberg und Garbsen betreut. Zu seinen Aufgaben in Nordhorn gehören nicht nur die Vermietung und der Gebäudeunterhalt des Ring-Centers, sondern auch die Bündelung der Außenaktivitäten und des Marketings.
Wie diese Außenaktivitäten künftig besser koordiniert und ausgebaut werden können, wurde Anfang Februar auf einer ersten Mieterversammlung ausgelotet. Ein Ergebnis war die Gründung der „Interessengemeinschaft Werbung Ring-Center“. Sie ist keine eingetragene Interessengemeinschaft, sondern ein lockerer Zusammenschluss aller im Ring-Center tätigen Einzelhändler und Gewerbebetriebe.
Als Sprecher der Gemeinschaft fungieren ab sofort die Filialleiterin der Textilkette „Vögele“, Frau Wohlgemuth, der Inhaber des „Marktkauf“-Marktes, Manfred Kutsche, und der Inhaber der Parfümerie „Orchidee“, Waldemar Schelenberg. Sie wollen gemeinsam mit Center-Manager Frank Eckert vor allem die gemeinsamen Werbeauftritte des Ring-Centers ausbauen. Welche Möglichkeiten es beispielsweise für Buswerbung, zusätzliche Veranstaltungen oder die Aufstellung eines weiteren großen Werbepylons am Stadtring gibt, soll in den nächsten Monaten ausgelotet werden. Eine ähnliche Gemeinschaftsinitiative gibt es seit Jahren auch in den „Vechte-Arkaden“.
Ein besonderes Thema für die Ring-Center-Geschäfte ist die Situation auf den Parkplätzen. Inzwischen werden mitunter die Stellplätze am Ring-Center knapp, weil dort auch viele Autos abgestellt werden, deren Besitzer nicht das Center besuchen. Deshalb hatte das Center-Management im Oktober 2009 die Stadt Nordhorn gebeten, die Einführung einer Parkscheibenregelung für die Parkplätze zu prüfen. Die Mieter des Ring-Centers sehen diese Parkscheibenidee jedoch eher skeptisch. Die Nachteile seien größer als die Vorteile, hieß es bei der Mieterversammlung.
Dringenden Handlungsbedarf sehen Mieter und Eigentümer jedoch in der Frage der Verkehrsregelung auf dem Parkplatz. Die aufgestellten 10-Km/h-Schilder reichen nach Ansicht aller Beteiligten nicht aus, sie werden weitgehend ignoriert. Besonders vor den Eingängen zum „Marktkauf“ und zum Baumarkt kommt es daher immer wieder zu gefährlichen Situationen für Fußgänger. Statt der anfänglich erwogenen Zebrastreifen empfiehlt das Center-Management nun radikalere Maßnahmen: So genannte „Kölner Teller“ sollen vor den Marktzugängen auf die Fahrbahn geschraubt werden und die Autofahrer zwingen, dort langsam zu fahren.
In Absprache mit der Stadt will das Center-Management auch prüfen lassen, ob die Probleme beim Auf- und Abfahren vom Stadtring gemindert werden können. Hier kommt es in Spitzenzeiten inzwischen zu langen Wartezeiten.
Vorgehen will das Center-Management gegen die zunehmende Zahl „ungebetener Gäste“ auf den Parkflächen in den Abend- und Nachtstunden: Lastwagen nutzen sie als Parkflächen, jugendliche Autofahrer als Szenetreffpunkt. Notfalls soll diesen Fehlnutzungen durch den Bau einer Nachtschranke Einhalt geboten werden.
Ebenso problematisch ist das „wilde“ Abstellen von Fahrrädern in den Eingangsbereichen und auf dem anschließenden Fußweg. Diese Flächen sollen anderweitig genutzt, den Radfahrern dafür zusätzliche Fahrradständer in unmittelbarer Nähe angeboten werden.
Von dem neuen Center-Management und der Interessengemeinschaft sollen Immobilieneigentümer, Mieter und Kunden profitieren: „Ein gut gemanagtes Objekt“, so Center-Manager Eckert während der Mieterversammlung, „bleibt dauerhaft wettbewerbsfähig und kann so den größtmöglichen Nutzen entfalten, für Kindern, Mieter und Immobilieneigentümer.“
 
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